Gabriele Hartmann
Gabriele Hartmann
BSK Zertifikat Workshop Reiseassistenz
BSK Zertifikat Workshop Reiseassistenz
SSI Zertifikat Reisebegleiter/Gästeführer mit Zusatzqualifikation EXPOguide
SSI Zertifikat Reisebegleiter/Gästeführer mit Zusatzqualifikation EXPOguide

Reisen gehört für Sie zu den schönsten Dingen des Lebens!

Sie möchten darauf nicht verzichten, auch wenn Sie nicht mehr ganz so mobil sind wie früher? Ich möchte Sie gerne begleiten! Mein Name ist Gabriele Hartmann.Ich bin Berlinerin.

Als Ihre persönliche Reisebegleiterin ist es mir ein Anliegen, Ihnen Ihre Reise so angenehm, bequem und komfortabel wie möglich zu gestalten!

Einige Daten zu mir

  • Abgeschlossenes Tourismusstudium Schwerpunkt: Wissenschaftliche Reiseleitung
  • Zertifizierte Stadtführerin
  • seit 2000 Reisebegleiterin (gern auch für Menschen mit Handicap)
  • Autorin von Reiseführern und Reisereportagen
  • Seit 1990 im Bereich Erwachsenenbildung
  • Hotel- und Reiseinspektorin bei Stiftung Warentest

1. Europäischer Workshop Reiseassistenz

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) veranstaltet seit vielen Jahren Schulungen für potentielle Reiseassistenten, die lernen wollen, was Menschen mit Behinderungen auf Reisen brauchen, wollen und können.

2010 wurde dieser Workshop erstmals im Rahmen des EU-Grundtvig-Programms für Lebenslanges Lernen auf internationaler Ebene durchgeführt. Zusammen mit 20 Teilnehmer/innen aus Finnland, Lettland, Österreich, Südtirol, Rumänien, Holland und fünf anderen Deutschen war ich dabei.

Nachdem wir ausführlich den Zweck der verschiedensten Hilfsmittel auf Reisen: Von der Windel bis zum Hebe-Lift erklärt bekommen hatten, übten wir den Umgang mit Rollstühlen. Auf einem Parcours im Freien, der aus Rampen, steilen, unebenen, sandigen oder steinigen Untergründen bestand, fuhren wir selbst oder schoben unsere Kollegen. Oftmals gab es wackelige Situationen und falsche Techniken und Handgriffe – aber es wurde viel gelacht! Am meisten freuten sich Heimbewohner, die zufällig vorbeikamen und uns dann in ihren Rollis stolz vorführten, wie man es richtig macht!

Morgens "reichten" wir den Heimbewohnern das Essen an. Das Wort "füttern" ist hier verpönt! Es herrschte ein freundlicher, lockerer Umgangston zwischen den Pflegern und Heimbewohnern, was die Befangenheit nahm, mit den zum Teil schwerstbehinderten Menschen umzugehen. Oft mussten wir mehrmals fragen, um sie zu verstehen, manchmal landete ein Happen oder der Kaffee auf der Serviette – aber all das gehört zum Alltag und hat keinerlei Aufregung zur Folge.

Mittlerweile kannten uns viele Heimbewohner beim Namen und bei jedem Treffen gab es ein großes Hallo! Wir stellten eine willkommene Abwechselung in ihrem Alltag dar, obwohl es keinen Mangel an Unterhaltungsangeboten gibt. Sie dürfen jederzeit kommen und gehen, können Fahrdienste fürs Shoppen oder Kinobesuche in Anspruch nehmen.

Am meisten beeindruckte uns die Tatsache, dass - trotz des persönliches Budgets, was es mittlerweile jedem behinderten Menschen ermöglicht, selbständig oder mit persönlicher Assistenz zu leben-, kaum einer das Heim verlassen will!
Bei den Zimmerbesichtigungen staunten wir über die Möglichkeit per sprachgesteuertem Computer alle technischen Funktionen der Unterkunft zu bedienen!

Bei einem Treffen mit der EU-Abgeordneten Evelyne Gebhardt, konnten wir die Fragen zu stellen, die uns angesichts der Reisemöglichkeiten von 127 Millionen Europäern, die Barrierefreiheit benötigen, am Herzen lagen.

Im Abschlussgespräch waren sich alle Workshop-Teilnehmer einig. Nicht nur für unsere zukünftigen Reisebegleitungen war er sinnvoll – das wichtigste Ergebnis war der weitere Abbau von Barrieren in unseren Köpfen und Herzen!

6.1.2010 Gabriele Hartmann